Karussellanzeigen sind in vielen Werbeplattformen verfügbar und punkten im Vergleich zu normalen Bildanzeigen mit einer höheren Interaktivität, während sie im Vergleich zu Videoanzeigen deutlich schneller und kostengünstiger zu erstellen sind. Der Knackpunkt bei Karussellanzeigen ist es Nutzer zum Klick auf das nächste Bild zu motivieren. Ein beliebter Trick ist der Einsatz eines Panoramabildes, das auf mehrere Anzeigenelemente aufgeteilt wird. In Bildbearbeitungsprogrammen wie Photoshop kann dieser Effekt sehr einfach und schnell erreicht werden, wie in diesem Tutorial gezeigt wird.

  1. Anzahl an Einzelbildern festlegen
  2. Bildgröße Berechnen
  3. Hilfslinienlayout erstellen
  4. Bild platzieren
  5. Bilder mit dem Slicer-Werkzeug zuschneiden
  6. Bilder exportieren
  7. Einsatz in Karussellanzeigen

1. Anzahl an Einzelbildern festlegen

Bei der Erstellung einer Karussellanzeige sollte im Vorfeld festgelegt werden welche Botschaften, bzw. Eigenschaften des Produktes oder der Dienstleistung kommuniziert werden sollen. Das erste Bild sollte dabei die Aufmerksamkeit der Nutzer auf sich ziehen, das beworbene Produkt vorstellen und zum Klick auf das nächste Bild animieren. Die folgenden Bilder sollten sich auf eine Kernbotschaft konzentrieren. Das letzte Bild kann für die Platzierung des Logos und/oder eines Slogans verwendet werden.

Dabei sollte auch bedacht werden, dass die Auswahl an geeigneten Bildern mit jedem weiteren Element abnimmt, da das Endformat immer breiter wird und somit in der Höhe ein immer kleinerer Ausschnitt genutzt werden kann. Durch den Einsatz von Illustrationen kann dieses Problem sehr einfach umgangen werden.

2. Bildgröße berechnen

Je nach Werbeplattform gibt es unterschiedliche Mindestwerte was die Bildgröße betrifft. In diesem Beispiel würde die Karussellanzeige für LinkedIn erstellt werden, wodurch sich ein Mindestformat von 1.080 x 1.080 Pixel ergibt. Wenn die Anzeige nun aus fünf Elementen bestehen soll, ergibt dies ein Endformat von 5.400 x 1.080 Pixel.

3. Hilfslinienlayout erstellen

Über den Menüpunkt „Ansicht“ muss nun ein neues Hilfslinienlayout erstellt werden, das 5 Spalten (für 5 Einzelbilder) umfasst. Man könnte hier auch einen Abstand zwischen den Bildern definieren, da die Einzelbilder in der finalen Anzeige auch durch kleine Abstände voneinander getrennt dargestellt werden. Diese Abstände (z.B. 4 x 10 Pixel) müssten bei der Bildgröße berücksichtigt werden. In diesem Beispiel wäre das Endformat dann 5.440 x 1.080 Pixel. Um das Beispiel einfach zu halten, wird jedoch auf den Einsatz von Abständen verzichtet.

4. Bild platzieren

Wie bereits erwähnt, kann sich durch das Hinzufügen von Elementen ein extremes Querformat ergeben, was bei der Auswahl der Bilder beachtet werden muss. Beim Kauf von Stockphotos sollte zuerst ein Vorschaubild getestet werden, bevor das Bild tatsächlich gekauft wird. Bei internem Bildmaterial muss man auf passende Bildausschnitte hoffen oder das Format beim nächsten Shooting miteinplanen.

Nach der Platzierung des Bildes können weitere Elemente wie Text, Icons, Logos oder sonstige dekorative Elemente eingefügt werden. Durch die Einblendung des Hilfslinienlayouts wird die Platzierung zwischen und innerhalb der einzelnen Elemente deutlich vereinfacht.

5. Bilder mit dem Slicer-Werkzeug zuschneiden

Das Slicer-Werkzeug kann in Photoshop in der linken Navigation über das Freistellungswerkzeig erreicht werden. Nach der Auswahl platziert man dieses nun im linken oberen Eck und zieht es bis in das untere rechte Eck. Der Bildausschnitt erhält danach eine Nummer und wird mit einem blauen Label markiert. Dieser Arbeitsschritt muss nun für jedes der verbleibenden Bilder wiederholt werden.

6. Bilder exportieren

Für den Export die Option „Für Web speichern (Legacy)“ auswählen und im folgenden Dialogfeld entweder JPEG oder PNG-24 auswählen. Die Bilder werden in einem eigenen Ordner als 5 Einzelbilder abgespeichert und können nun im betreffenden Werbekonto hochgeladen werden.

7. Einsatz in Karussellanzeigen

Beim Einsatz in Karussellanzeigen muss bei diesem Format darauf geachtet werden, dass alle Einstellungen, die einen Einfluss auf die Reihenfolge haben (z.B. bei Facebook) deaktiviert werden. Das Ergebnis ist ein auf mehrere Einzelbilder aufgeteiltes Panoramabild, das durch das Andeuten der folgenden Inhalte zu höheren Interaktionsraten führen kann.

Bildnachweis: Adobe Photoshop, istockphoto.com / bmcent1