Google hat 2018 die vormals als „Werbechancen“ bekannten Empfehlungen für die neue Google Ads Oberfläche deutlich überarbeitet und in einem eigenen Tab dargestellt. Man kann sich die Empfehlungen für das gesamte Konto oder einzelne Kampagnenelemente (Kampagnen, Anzeigengruppen) anzeigen lassen. Die Anzahl an Empfehlungen ist seither stetig erweitert worden, daher wurde der Beitrag von 2018 aktualisiert.

Überblick der Empfehlungen

Mittlerweile werden Empfehlungen nicht nur für das Suchnetzwerk, sondern auch für Shopping-, Display- und Videokampagnen angezeigt. Aktuell (Stand: September 2020) gibt es knapp. 70 Empfehlungen, die in 6 Kategorien eingeteilt sind. Es werden jedoch nur Empfehlungen angezeigt, die für das jeweilige Werbekonto relevant sind.

  • Anzeigen und Erweiterungen: Anzeigenvorschläge, Anzeigenerweiterungen hinzufügen,…
  • Automatisierte Kampagnen: Lokale Kampagne erstellen, zu SMarten Shopping Kampagnen wechseln,…
  • Gebote und Budgets: Gebotsanpassungen nutzen, Empfehlungen für Gebotsstrategien, Budgets anheben,…
  • Keywords und Ausrichtung: neue Keywords hinzufügen, Zielgruppen hinzufügen, ausschließende Keywords hinzufügen,…
  • Fehlerbehebung: Anzeigengruppen ohne Ausrichtungskriterien, Fehler in Anzeigenzielen, Conversion Tracking einrichten,…
  • Anzeigenvorschläge: Varianten bestehender Anzeigen, die übernommen oder abgelehnt werden können.

Achtung: Anzeigenvorschläge werden nach 14 Tagen automatisch angewendet, wenn sie zuvor nicht abgelehnt wurden. Man kann diesen Automatismus jedoch über die Kontoeinstellungen deaktivieren.

Der Optimierungsfaktor

Im August 2018 wurden die Empfehlungen um den Optimierungsfaktor ergänzt. Dabei handelt es sich um einen groben Richtwert, der auf einer Skala von 0% und 100% den Optimierungsgrad eines Google Ads Kontos oder einer Kampagne angibt. Der Wert kann für einzelne Kampagnen und Anzeigengruppen aufgerufen werden und auf Kampagnen-Ebene auch als Spalte in den Berichten angezeigt werden (Spalten für Kampagnen anpassen > Kategorie: Attribute).

Empfehlungen als Teil der Optimierungsarbeit

Die Empfehlungen können gesammelt oder nach Kategorie segmentiert angezeigt werden. Die Daten aller oder einzelner Empfehlungen können auch als CSV Datei exportiert werden. Bei einzelnen Empfehlungen (z.B. redundante Keywords) kann die Option über das Icon mit den 3 vertikal angeordneten Punkten erreicht werden.

Die Empfehlungen können entweder direkt übernommen (nicht empfohlen) oder im Detail angezeigt werden um diese besser nachvollziehen zu können.

Werbetreibende sollten dabei immer prüfen, ob die Empfehlung für das eigene Konto sinnvoll ist. Sollte dies nicht der Fall sein, kann diese auch gelöscht und ein Feedback an Google gesendet werden.

Fazit

Die von Google zur Verfügung gestellten Empfehlungen sollten vorrangig auch als solche behandelt werden. Es ist auf keinen Fall notwendig, bzw. ratsam alle Empfehlungen zwingend umzusetzen, sondern diese als zusätzliche Quelle für Optimierungsmaßnahmen anzusehen. Man sollte den Bericht dennoch regelmäßig aufrufen und vor allem die Hinweise zur Fehlerbehebung durchgehen.

Alternativ zu den im Google Ads Konto angezeigten Empfehlungen stehen auch im Editor unter „benutzerdefinierte Regeln“ nützliche Hinweise für die Kampagnenoptimierung zur Verfügung.

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