Mit Lead Formularerweiterungen wurde in Google Ads eine Anzeigenerweiterung für die Generierung von Anfragen hinzugefügt. Mit dieser Erweiterung wurde eine Lücke geschlossen, da es solche Anzeigenformate bisher nur in Plattformen wie Facebook und LinkedIn gab und sich dort vor allem bei der Lead Generierung über mobile Endgeräte bewährt haben.

  • Funktionsweise
  • Erstellung
  • Erfolgsmessung
  • Datenexport

Wie funktionieren Lead Formulare?

Die Erweiterung ist für das Google Suchnetzwerk, YouTube, Discovery, und das Display Netzwerk verfügbar. Ein Formular kann auch über mehrere Werbenetzwerke hinweg genutzt werden.

Über die Erweiterung können Anzeigen auf ein für mobile Endgeräte optimiertes Formular verlinkt werden. Dies ist über den Link der Anzeigenerweiterung möglich, kann mittlerweile aber auch auf den Anzeigentitel erweitert werden. Dies muss jedoch zuvor in den Kampagneneinstellungen definiert werden, sodass Interaktionen mit der Anzeige immer zum Formular führen. Eine Verlinkung auf die Website ist nach dem Absenden des Formulars möglich.

Werbetreibende können dabei aus über 50 verschiedenen Fragen wählen um das Formular an ihre Bedürfnisse anzupassen. Pro Formular können bis zu 10 Fragen hinzugefügt werden.

Die gesammelten Kontakte können als CSV Datei heruntergeladen werden. Eine direkte Integration mit CRM Systemen ist über eine Webhook Integration möglich, kann jedoch auch mit Hilfe von Zapier hergestellt werden.

Erstellung von Lead Formularen

Die Lead-Formularerweiterung kann wie gewohnt über den Reiter „Anzeigenerweiterungen“ über das blaue Plus-Icon erstellt werden. Die Erweiterung besteht aus drei Teilen:

  • Erweiterungstext
  • Lead-Formular
  • Bestätigung der Formularsendung

Erweiterungstext

Bei der Erweiterung selbst kann ein Call-to-Action aus einer Liste vorgegebener Optionen (z.B. Kontakt) ausgewählt werden und um einen Erweiterungstext mit maximal 30 Zeichen ergänzt werden.

Lead-Formular

Im Lead-Formular kann ein Anzeigentitel (max. 30 Zeichen), der Unternehmensname (max. 25 Zeichen) und ein Beschreibungstext (max. 200 Zeichen) frei erstellt werden. Als Formularfelder stehen aktuell der Name, die E-Mail Adresse, die Telefonnummer und die Postleitzahl zur Auswahl. Da persönliche Daten übermittelt werden muss ein Link zur eigenen Datenschutzerklärung hinterlegt werden. Das Formular kann zudem mit einem Hintergrundbild (1200 × 628 Pixel) versehen werden.

Bestätigung der Formularsendung

Im dritten und letzten Schritt kann ein Beschreibungstext (max. 200 Zeichen), ein Call-to-Action (vorgegebene Optionen) und die URL für den CTA-Button erstellt, bzw. definiert werden. Über den Klick auf „Optionen zum Lead-Abruf“ kann mit Hilfe eines Webhooks ein automatischer Abruf der Anfragen über ein CRM-System eingerichtet werden.

Erfolgsmessung

In Google Ads werden sowohl die Klicks auf die Erweiterung (Lead-Formular-Klick), als auch die gesendeten Anfragen (Lead-Formular-Conversions) erfasst. Die Klicks auf die Formular Anzeigen können wie gewohnt über das Segment „Klicktyp“ angezeigt werden. Das Conversion-Ziel wird automatisch erstellt, sobald das Formular zum ersten Mal gesendet wurde.

Export von Anfragen

Die über das Formular gesammelten Anzeigen können als CSV Datei heruntergeladen werden. Die Anfragen stehen für einen Zeitraum von 30 Tagen zu Verfügung. Ein täglicher Download sollte aber ohnehin im Sinne einer raschen Verarbeitung von Anfragen angestrebt werden. Die 30-Tage Frist wäre somit nur für den Download aggregierter Daten (z.B. zwecks Dokumentation) interessant, sofern die Daten nicht schon in ein CRM-System übertragen wurde. Die automatisierte Übertragung kann zudem mittels Webhook-Verknüpfung eingerichtet werden.

Zusammenfassung

Die Lead-Formularerweiterung ist vor allem für Kampagnen mit dem Ziel der Lead Generierung interessant und könnte auf mobilen Endgeräten zu einem Anstieg der Anfragen führen, da das Formular für mobile Endgeräte optimiert ist und mit wenigen Klicks gesendet werden kann. Durch die Einstellungsmöglichkeit für die Verlinkung über den Anzeigentext kann die Erweiterung wie ein eigenständiges Anzeigenformat genutzt werden. Die verfügbaren Eingabebereiche der Erweiterung müssen dennoch klug genutzt werden, um Nutzer davon zu überzeugen, das Formular auszufüllen und abzusenden, was ansonsten die Landing Page übernehmen würde. Je nachdem, wie häufig die Erweiterung angezeigt wird und Daten gesammelt werden können wäre auch ein Split-Test unterschiedlicher Angebote – zum Beispiel Anfrage vs. E-Book Download – ein guter Ansatz, um zu testen was bei den Nutzern am besten ankommt.

Bildnachweis: istockphoto.com / Andrii Zastrozhnov